Wir feiern - allen Widrigkeiten zum Trotz!

Quentin Tarantino weiß seit den 1990er Jahren wie er seine Zuschauer fesselt…unser Dozent für Gitarre und Bandarbeit, Ralf Wunschelmeier, auch. Er sorgte mit einer kurzen cineastisch musikalischen Einlage für die Aufmerksamkeit aller Zuschauer – die sich jetzt ganz auf unsere Akademieleitung konzentrieren sollte. Pfarrer Achim Schäfer und Lis Wilczek eröffneten nun die offizielle Verabschiedung unserer Berufspraktikant*Innen und sie begrüßten alle Anwesenden. Die 81 Absolvent*Innen hatten ihre Familie und Freunde zu dieser besonderen Feier dabei, die unter dem Motto „trotz(e)  allem“ stand.

Das Thema Trotz griffen auch Lis Wilczek und Achim Schäfer auf. Sie verwiesen darauf, dass die Absolvent*Innen gelernt hätten, mit Trotz umzugehen und beleuchteten den Begriff „Trotz“ etymologisch. So konnten sie aufzeigen, dass Trotz nicht nur negativ zu sehen ist, sondern vielmehr als Widerstandsfähigkeit und Beständigkeit verstanden werden muss. Deshalb, so Schäfer, sollten wir alle manchmal mehr Trotzbürger sein, für unsere Meinungen einstehen, Widerständen trotzen und Beständigkeit zeigen.

Lis Wilczek griff in dem Zusammenhang das Gedicht „Was keiner wagt…“ von Lothar Zenetti auf:

Was keiner wagt, das sollt Ihr wagen,
was keiner sagt, das sagt heraus,
was keiner denkt, das wagt zu denken,
was keiner ausführt, das führt aus.

Wenn keiner ja sagt, sollt Ihr´s sagen,
wenn keiner nein sagt, sagt doch nein,
wenn alle zweifeln, wagt zu glauben,
wenn alle mittun, steht allein.

Wo alle loben, habt Bedenken,
wo alle spotten, spottet nicht,
wo alle geizen, wagt zu schenken,
wo alles dunkel ist, macht Licht!

Sie wünschte den Absolvent*Innen in diesem Zusammenhang „viel Optimismus, Innovation, Tatenkraft und ganz, ganz viel Lust auf die Zukunft!“

Pfarrer Schäfer hob noch einmal den Vers „wenn alle zweifeln, wagt zu glauben“ hervor, der in unserer heutigen Zeit so oft zutrifft. Denn die Geschehnisse in unserer Welt ließen oft Zweifel zu, dennoch sei es wichtig weiter an das Gute zu glauben und den richtigen Weg zu gehen: Glauben trotz aller Widrigkeiten.

An dieser Stelle sprach Klaus Wulf, Leiter des Unternehmensbereich Schulen, Jugend, Soziales und Sport der Stadt Hof einige Grußworte an die frisch gebackenen Erzieher*Innen. Wulf, der selbst 1980 seinen Erzieherabschluss an der Fachakademie gemacht hat, beglückwünschte die Absolvent*Innen. Er ging auf die aktuelle gesellschaftspolitische Lage und Geschehnisse in der Welt ein. Eingeschränkte Teilhabe von Kindern, die Diskussionen rund um die Kindergrundsicherung oder die Ukraine-Krise, um nur ein paar Punkte zu nennen. Vor dem Hintergrund dieser Aspekte, „müssen gut ausgebildete Erzieher*Innen wirken und Werte vermitteln. Sie werden dringend gebraucht!“

Marlene Vogel, Absolventin dieses Jahrgangs, sprach zum Abschluss der Ausbildung auch noch ein paar Worte: „Wir dürfen stolz sein, dass wir uns zu so kompetenten Fachkräften entwickelt haben.“ Sie zählte noch einmal die vielen Herausforderungen auf, denen die Kurse ausgesetzt waren und denen sie getrotzt haben – die wohl größte war die Pandemie mit all ihren Folgen. Allen Herausforderungen zum Trotz haben sie es aber doch geschafft und dürften nun stolz auf sich selbst sein.

Die Dozent*Innen des Berufspraktikums hatten auch einen Beitrag für ihre Studierenden vorbereitet, mit dem sie sie noch einmal darin bestärken wollten, stark und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken und auch zukünftig allen Widrigkeiten zu trotzen.

Nach der Zeugnisübergabe und den Ehrungen wurde schließlich miteinander angestoßen. Prost, auf unsere 81 Erzieher*Innen!!

 

Nach der offiziellen Feier ging es nahtlos über zu unserem Sommerfest. Das wurde von einer Gruppe Studierender aus den Unterkursen organisiert und war thematisch an ein Casino angelehnt. Es gab Getränke, eine große Auswahl an Speisen, Musik und viele nette Menschen mit guter Laune. Das Motto des Abends zog sich durch, denn wir mussten dem Regen trotzen und behielten trotzdem unsere gute Stimmung bei. Für die musikalische Unterhaltung sorgten unsere Faks-Band, die Lehrerband und zu späterer Stunde ein DJ. Und ganz nach dem Motto „Feiern bis die Polizei kommt“, wurde getanzt, gelacht und gesungen.

Vielen Dank an unsere Organisator*Innen für die gelungene Feier zum Ende des Akademiejahres!

Unser Akademieleiter Pfarrer Achim Schäfer und unsere stellvertretende Akademieleiterin Lis Wilczek begrüßten die Gäste.
Gastredner Klaus Wulf gratulierte den Absolvent*Innen und hob die Bedeutung des Erzieherberufs hervor.
Absolventin Marlene Vogel fasste die Zeit in der Ausbildung zusammen.
Musikalisch wurde die Veranstaltung von Ralf Wunschelmeier begleitet. Ein Highlight war dabei der Beitrag von den Unterkurs-Studierenden Jan Dietrich, Kilian Lehner, Hadassa Ackermann, Saphira Gerbeth und Alicia Meinel.
Die Dozent*Innen des Berufspraktikums hatten auch einen Beitrag mit Aussagekraft vorbereitet.
BP-Dozentin Sabine Tunali führte durch das Programm.
Zeugnisübergabe
Besonders geehrt für ihre Leistungen wurden Ruth Dollinger, Corina Bächer, Phylica Hoffmann, Anne-Cathrin Hüttner und Andreas Hertel.
Das Organisationsteam des Sommerfests eröffnet die Veranstaltung. Ein Dankeschön für die gelungene Feier!
Aktuelles aus der Fachakademie für Sozialpädagogik

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