Fünf angehende Erzieherinnen der FAKS Hof erkunden in der Übung „Kulturlandschaft Hof“ vielseitige Persönlichkeiten und ungewöhnliche kulturelle Angebote rund um die oberfränkische Stadt.

Die Kunstpädagogin, Anna Kalbin, die selbst erst seit einem Jahr in Hof lebt und bei uns an der FAKS Kunst- und Werkpädagogik unterrichtet, eröffnet den Studierenden mit dieser Übung die Möglichkeit, die Stadt Hof einmal aus einem anderen Blickwinkeln kennenzulernen. Die Teilnehmerinnen der Übung konnten die Theatergruppe „Pink Pong“ besuchen, an einer digitalen Stadtführung durch Hof teilnehmen, mit dem Museum Bayerisches Vogtland zusammenarbeiten und besondere Persönlichkeiten der Stadt Hof kennenlernen. Dazu zählt zum Beispiel die Künstlerin Barbara Liebing, die in Hof das Atelier „coloured nature“ betreibt.

In einer Computer-Konferenz interviewten die Studierenden Sarah Degelmann, Charlotte Potz, Katharina Tautermann, Kathrin Schindler, Marie Starke und Celine Schwarze die Hofer Künstlerin zu ihrem Werdegang, ihren Werken, ihre Motiven und den Materialien, die sie verwendet. Besonders interessant ist dabei, dass sich zwischen Liebings Kunst und dem Erzieherberuf einige Bezüge herstellen lassen. Nicht nur, dass sie auch Kinderbücher schreibt, sie will mit ihren Motiven auch ausdrücken, dass man „sein inneres Kind bewahren solle“ und sie erzählt, dass sie in ihren Bildern gern Märchenmotive aufgreife, da diese „auch heute immer noch Gültigkeit haben und viel zu wenig Beachtung finden“.

Zwei Werke von Barbara Liebing fanden besondere Aufmerksamkeit, weil darin viel Aussagekraft steckt. So sind auf ihren Bildern oft Tiere abgebildet, mit denen die Künstlerin immer etwas ausdrücken möchten. In ihrem Bild „Emily“ zum Beispiel ist ein Schmetterling abgebildet, der für die „Flügel der Fantasie“ stehen soll. Liebings Bild „Bildungslücke“ fasziniert deshalb, weil die Künstlerin darin zwei Fundstücke einarbeitete, die sie während eines Spaziergangs gefunden hat, nämlich ein Stück Birkenrinde und Papierfetzen eines weggeworfenen Schulheftes. Den Titel „Bildungslücke“ hat die Künstlerin gewählt, weil sie findet, „dass heutzutage den Menschen viel zu wenig von dem alten Naturwissen weitergegeben wird, beispielsweise aus der Kräuterkunde und der Kräutermedizin“.

Für die angehenden Erzieherinnen war es eine tolle Erfahrung, sich mit einer regionalen Künstlerin auszutauschen und zu erfahren, wie viele Gedanken, Zeit und Arbeit in ihren Kunstwerken stecken.

© Barbara Liebing

© Barbara Liebing

© Barbara Liebing



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