Sonntag 17.12.17
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Neujahrsempfang an den Hofer Fachakademien

Mit fröhlicher und schwungvoller Musik wurden alle Studierenden der Fachakademien für Sozialpädagogik und Heilpädagogik, alle Lehrkräfte und Mitarbeiter der Hofer Fachakademie beim Neujahrsempfang begrüßt. Die musikalische Begrüßung verdankten sie den Lehrkräften Astrid Döberlein am Keyboard, Lis Wilczek mit dem Saxophon, den Studierenden Dominik Paul an den Drums, Andrè Schneider an der Gitarre und Iuliana Zaharia mit der Geige. Für die Technik war Eberhard Brachtel verantwortlich. Lis Wilczek begrüßte alle in ihrer Funktion als stellvertretende Fachakademieleitung. Auch in dieser kurzen, prägnanten Ansprache wurde ihre Liebe zur Musik deutlich. "Musik ist inspirierend, motivierend, sie kann traurig machen und fröhlich, sie spricht Geist, Körper und Seele an. Victor Hugo hat gesagt `Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist`. "Wir verwenden im Unterricht gern Sprüche, die mit der Musik zu tun haben," meinte sie, und fügte ein besonders liebenswertes Beispiel an: `Glück ist, wenn der Bass einsetzt`. "Bleibt also mit der Musik glücklich und schwungvoll und nutzt die Wirkung der Musik in diesem neuen Jahr für euch und eure Arbeit!" motivierte sie alle zu einem neuen Aufbruch.

Die Losung für das Jahr 2016 stellte Fachakademieleiter Pfr. Achim Schäfer in den Mittelpunkt seiner Besinnung "Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet" aus
Jessaia 66, 13. ""Alles hat seine Zeit," meinte Schäfer, "und in schweren Zeiten brauchen wir Trost." Ein Leben ohne Trost ist nicht möglich, beschrieb er beispielhaft, und erinnert an die Kindheit, wenn man von der Mutter liebevoll getröstet und gestreichelt wird, bis die Tränen versiegen und alles wieder gut ist. "Das Kind in uns braucht auch Trost, und wenn Gott tröstet, zeigt sich darin auch der mütterliche Gott in den Bildern, die wir uns von Gott machen. Bei Erwachsenen wirkt Trost natürlich nicht so rasch wie bei einem Kind, und oft muss der Tröstende lange zuhören, bis Trost wirksam wird." Und Schäfer bedachte auch, dass eine immer wieder tröstende Mutter ein Idealbild sei. Trost hat Grenzen, das zeige auch in der Bibel die Geschichte von Hiob. "Wer eine Hiobsbotschaft bekommt, ist oft untröstlich. Und auch dies ist in der Bibel beschrieben mit den Worten "denn siehe, der Schmerz war zu groß".  Dass gerade auch Erzieher und Heilpädagogen gute Tröster sind und tröstend wirken, so gut es geht, sei ein wichtiger Aspekt der Ausbildung.

Nach gemeinsamen Liedern wurden Informationen weitergegeben und auf das zweite Ausbildungshalbjahr vorbereitet und eingestimmt. Besonders bunt wird die Fachakademie jetzt an jedem Montagabend: gemeinsam mit den Heilpädagogen wird eine Gruppe junger geflüchteter Menschen Deutsch lernen, gemeinsam kochen und die deutsche Kultur kennenlernen. Alle Studierenden wurden dazu von Hildegard Havenith, der Ausbildungsleitung der Heilpädagogen, herzlich eingeladen! Nach einem letzten gemeinsamen Lied "Heaven is a wonderful place..." stand man noch lange mit Kaffee, Orangensaft, alkoholfreiem Sekt und Gebäck beieinander um sich auszutauschen. Vorbereitet hatte dies eine Gruppe von Studierenden mit vielen freiwilligen Helfern von der Seite der Dozenten bereits am Abend vorher!

Boys Day in der Hofer Fachakademie für Sozialpädagogik

 Sie sind sehr gefragt in der sozialpädagogischen Praxis: junge Männer mit einer fachlich fundierten Ausbildung zum Erzieher. Ob in Kindertagesstätten, in der Jugendarbeit oder der Kinder- und Jugendhilfe, in der Schule oder bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen; männliche Erzieher sind genauso gefragt wie ihre Kolleginnen und haben einen guten Ruf. Einziger Wermutstropfen ist der Verdienst. Nach fünf Jahren Ausbildung ist ein Erziehergehalt eher bescheiden zu nennen. Deswegen sind alle  Erzieher (und Erzieherinnen) immer gut beraten, nach der Ausbildung Fort- und Weiterbildungen zu besuchen und sich unbedingt weiter zu qualifizieren; etliche wollen ein Studium beginnen.  Je nach Hochschule werden ein oder mehrere Semester der praxisorientierten Erzieherausbildung anerkannt, die im Deutschen Qualitätsrahmen auf Stufe 6 (von 8) eingeordnet ist. Weiterbildung und / oder Studium sind Möglichkeiten, in der Gehaltsklasse nach oben zu kommen, damit man z. B. auch eine eigene Familie planen kann. In diesem Zusammenhang passt die derzeitige Tarifrunde sehr gut zum Boys Day - die Gewerkschaften sind mit einer angemessenen Forderung in die Verhandlungen mit den Arbeitgebern gegangen.

Gefragt nach ihren Erfahrungen in einem Beruf, den traditionell Frauen ergreifen, betonen die angehenden Erzieher in Hof, dass sie sich jederzeit wieder an der Fachakademie bewerben würden. "Man erfährt viel über das menschliche Miteinander, lernt sich selbst gut kennen und der Beruf ist so vielfältig, dass mir sicher nie langweilig wird," meinte Studierendensprecher Johannes Wurm.
Als problematisch wird angesehen, dass die Arbeit in der Kinderkrippe für junge Männer noch nicht selbstverständlich ist. "Wir dürfen die Kinder oft nur dann wickeln, wenn eine weibliche Pädagogin dabei ist,"  heißt es. "Wären wir Väter, würde das unbedingt von uns erwartet. Aber in der Krippe ist man skeptisch."
Genau deswegen ist es gut und wichtig, dass es den Boys Day und den Girls Day gibt. Genderprobleme müssen öffentlich diskutiert werden, um den Wortlaut des Kinder- und Jugendhilfegesetzes zu erfüllen, der da heißt "Bei der Ausgestaltung der Leistungen und der Erfüllung der Aufgaben sind die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen zu fördern."    (KJHG §9,3)

Neueinweihung und Tag der offenen Tür

Gelungener Schnuppertag  weiterlesen

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Wir hatten wunderbare Tage!

 

 

"Leben in Badacin" ein Ausstellung

Einblick in das Leben in Badacin hier

Vom 2. Mai bis 1. Juni 2012 ist / war diese Ausstellung im Foyer des Rehauer Rathauses zu sehen.

 

Abschied von Kunstdozent Horst-Martin Herrmann
Verabschiedung von Kunstdozent Horst-Martin Herrmann

Integriert in die Abschlussveranstaltung der Ober- und Unterkurse war auch die Verabschiedung des beliebten Kunstdozenten Horst-Martin Herrmann. Aus Berlin stammend, begleitete er seit elf Jahren die Hofer Studierenden auf ihrem Weg zu mehr Kunstverständnis und Werkfertigkeiten. Insgesamt dürften etwa knapp 1600 junge Menschen in Hof von seinen Fähigkeiten und Betrachtungsweisen profitiert haben. 

Seine größten Anliegen waren eine Klärung der Bildungsverantwortung und der Bedeutung von Bildung, gleichauf mit der Schaffung von interkulturellem Bewusstsein. Er scheute sich nicht, auch im Kunstunterricht thematisch heiße Eisen anzufassen; erinnert sei nur an die Ausstellung zum „Sexuellen Missbrauch“, die von Studierenden erarbeitet wurde. Die gemeinsam mit seinem Kollegen Siegfried Kretschmer initiierten Besuche in überregionalen Museen und Ausstellungen nahmen die Studierenden immer gern an. 

Fachakademieleiter Pfarrer Achim Schäfer überreichte Herrmann eine Dankurkunde der Evangelischen Schulstiftung; es gab für den passionierten Rockmusikliebhaber alte Schallplatten und ein umgedichtetes Lied seiner Kollegen, das ursprünglich von Reinhard Fendrich stammt; es nahm die Lachmuskeln der Studierenden heftig in Anspruch! Pfarrer Schäfer dankte Horst-Martin Herrmann für die geleistete Arbeit und stellte besonders sein Engagement für der Weiterentwicklung der Erzieherausbildung heraus. 

Herrmann, der am Tag nach der Abschlussfeier sein 65. Lebensjahr vollendete, wird sich zukünftig im „Unruhestand“ weiter der Ausbildung von Kunstpädagogen in der Türkei widmen. Der Posten in Hof bleibt sozusagen in der Familie: seine Frau wird zukünftig die angehenden Erzieherinnen und Erzieher unterrichten.

Gemeinsames Frühstück

Der pädagogische Tag der Dozenten am Montag, 25. Juli 2011 begann mit einem gemeinsamen Frühstück

Bezzel-Tag in Neuendettelsau

Hermann von Bezzel war einst Rektor des Diakoniewerkes Neuendettelsau. Er hat sich ganz besonders um die Schulen und um die Bildung und Ausbildung der Jugend gekümmert.

Wir nutzen den Tag, um dem Publikum die Auslandserfahrungen unserer Sudierenden näher zu bringen. "Wir waren in Kiew, Miscolc, Villeneuve la Garenne und Joensuu!"

 Und was für das Praktikum in Kiew galt, galt sicher auch für alle anderen Studierenden. Vier Wochen arbeiteten sie in Kindergärten, Familienheimen und Sprachschulen in der Ukraine, in Ungarn, in Frankreich und in Finnland.