Donnerstag 13.12.18
Projekte

Projekte der Fachakademie für Sozialpädagogik

Projekte der Fachakademie für Sozialpädagogik sind längerfristig angelegte Themen- und Ausbildungsbereiche, mit denen sich die Studierenden inner- und außerhalb des Unterrichts immer wieder neu auseinandersetzen, z. B. Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage, oder die Lesementoren.

Die Spielplatzpaten sind aktiv.

Bei wunderbarem Sommerwetter veranstaltete die Klasse U3 heute - 7. Juli 2011 - das diesjährige Spielplatzfest auf dem Spielplatz der Hofer August-Mohl-Straße.

Kurz vor dem Ansturm der Kinder, die zum großen Teil Eltern und Großeltern mitbrachten, sah das ganz so aus
"Rund um die Welt" hieß das Motto, und Jung und Alt war begeistert auf Reisen!
Warten auf das Signal "Wann gehts denn endlich los?"
Die letzten Beratungen, dann waren kleine Landeskundler gefragt!
Ungarischer Besuch in Hof

Drei Wochen lang waren an der Hofer Fachakademie für Sozialpädagogik vier junge Ungarinnen zu Besuch. Aziza Gizella Ghanem, Emese Varga, Nora Kondrak und Rita Papp machen am Pädagogischen Gymnasium Miscolc eine Ausbildung zur Heilpädagogischen Assistentin.

Die abenteuerliche Reise der vier jungen Frauen nach Hof wurde auch bei der Verabschiedung noch einmal berichtet - wegen des vielen Schnees Anfang Januar 2011 konnten sie nicht alle Zuganschlüsse erreichen und mussten unfreiwillig in Dresden übernachten. In Hof waren sie in den drei Wochen in der Jugendherberge, die von der Integra e. V. betrieben wird, sehr gut untergebracht. In den ersten beiden Wochen ihres Aufenthaltes konnten sie in unterschiedlichen Gruppen im Therapeutisch - Pädagogischen Zentrum in Hof hospitieren. Darüber berichtete Gerriet Giebermann als Geschäftsführer des TPZ beim letzten gemeinsamen Zusammensein. "Die Menschen mit Behinderung haben sich mit dem ungarischen Besuch wohl gefühlt," meinte er anerkennend. "Für behinderte Menschen spielt die Nationalität keine Rolle. Die vier Studentinnen waren gute Botschafter ihres Landes!"

Dank einer aus Ungarn stammenden Erzieherin - Susann Lang - die schon einige Jahre im TPZ arbeitet, war die Verständigung kein Problem. Immer zwei der jungen Frauen arbeiteten in einem Bereich des TPZ. So konnten sie neben der Beschäftigung mit den Kindern mit Behinderung auch ihre Deutschkenntnisse verbessern. Rita Papp hat es besonders die Montessori-Pädagogik angetan, die sie gut kennenlernen konnte. Emese Varga meinte, dass es sie besonders beeindruckt habe, dass auf Augenhöhe mit den behinderten Menschen gearbeitet werde. Als Gemeinsamkeit der Behindertenpädagogik in Deutschland und Ungarn stellten alle heraus, dass es überall wichtig sei, Zeit, Geduld, Freude an der Arbeit und an der Förderung der Menschen mit Behinderung zu haben. Die Ausstattung der Häuser sei dabei zweitrangig. "In Ungarn werden behinderte Menschen geduldet, aber hier werden sie geliebt," schloss Nora Kondrak ihre Erfahrungen zusammen. Für Aziza war es der erste Kontakt mit Menschen mit Behinderung überhaupt, von daher war diese Erfahrung prägend für Sie.

In der letzten Woche konnten die vier jungen Ungarinnen an Unterrichtseinheiten in der Fachakademie für Sozialpädagogik teilnehmen. Dabei gefiel ihnen Sport und Musik sehr gut, das werde ganz anders unterrichtet als in Ungarn, meinten sie. Außerdem besuchten sie einige sozialpädagogische Einrichtungen, wie z. B. den Kindergarten des Bayerischen Roten Kreuzes in Hof und in Tauperlitz, sowie das Kinderhaus der Diakonie Hochfranken in Schwarzenbach/Saale.

Die vier jungen Frauen bedankten sich bei ihren Gastgebern mit einer Plakattafel und ungarischem Käse und ungarischer Schokolade. Vor allem dankten sie den Studierenden der Hofer Fachakademie, die 2010 für einige Wochen in Miscolc waren und ihnen nun viel von ihrer oberfränkischen Heimat gezeigt hatten. Neben der Stadt Hof hätten sie auch Kronach gesehen, beide Städte hätten ihnen sehr gut gefallen.

Anfang April 2011 werden nun wieder vier angehende Erzieherinnen aus Hof für ein vierwöchiges Praktikum nach Ungarn fahren. Sie werden dort schon sehnlichst erwartet.

Weihnachtsworkshops

Wenn etwas so viel Tradition hat, wie unser Abschluss vor Weihnachten, dann ist es sicher ein Schulprojekt. Beliebt und mit Genuss erlebt; das zeigen uns die Bilder sehr deutlich!

Viele kreative Möglichkeiten warteten auf uns
Eine Engelwerkstatt z. B.
wo man solche hübschen Engelchen basteln konnte
oder solche Rentiere (es sollen Rentiere sein...)
zwischendurch konnte man sich erholen!
oder in der Wichtelwerkstatt mitmachen.
Dritte Jugendhilfe-Messe in Hof
hier gehts lang!
Verena Fiur von der Acht-Sterne Gruppe aus Regensburg hielt den Einführungsvortrag und erläuterte den Zusammenhang zwischen Punkt und der Arbeit in der Jugendhilfe
Florian beim Studium der Zukunftsaussichten
im Gespräch mit Joachim Lehmann, Leiter des Kinder- und Jugendhilfezentrums St. Josef in Wunsiedel
mit Verena Fiur im Gespräch
Kinderdorf Martinsberg in Naila, eine interessante Adresse

Mit der dritten Jugendhilfemesse ist diese Einrichtung endgültig zum Projekt unserer Fachakademie geworden.

„Die Arbeitsplätze kommen zu euch!“ mit diesen Worten motivierte Schulleiter Pfarrer Achim Schäfer die Studierenden der Hofer Fachakademie für Sozialpädagogik, an der dritten Jugendhilfemesse teilzunehmen. Zehn Jugendhilfeeinrichtungen stellten sich durch ihre Mitarbeitenden und mit vielem Anschauungsmaterial in der Sporthalle  der Hofer Fachakademie einen Nachmittag lang vor. Für die Studierenden der Fachakademie für Sozialpädagogik bot sich die Gelegenheit zum Kennenlernen eines neuen Arbeitsfeldes, und viele nutzen diese Möglichkeit intensiv. Vorstellungsgespräche, Praktikums- und Hospitationsmöglichkeiten wurden besprochen und vereinbart. An den beiden vorangegangenen Messen in den letzten Jahren hatten sich bereits erfolgreiche Kontakte ergeben, so dass an manchen Ständen ehemalige Studierende ihre Nachfolger in der Fachakademie beraten konnten.

Für die Einrichtungen war die Messe eine Gelegenheit, dem Fachkräftemangel in diesem wichtigen sozialen Bereich entgegenzuwirken. Sie waren es auch, die die erste Messe angeregt hatten. Es stellten sich vor das Jugendhilfezentrum St. Elisabeth aus Hof, das Kinderdorf Martinsberg aus Naila, das Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef aus Wunsiedel, die Acht-Sterne-Gruppe des Thomas-Wiser-Hauses aus Regenstauf, St. Vincent aus Regensburg, das Lehrlingswohnheim und die Stationäre Jugendhilfe des Jean-Paul-Stift aus Bayreuth, sowie die Diakonie Hochfranken mit der Stiftung Marienberg Schwarzenbach/Saale und dem Berufsbildungswerk Hof, und das SOS-Kinderdorf Immenreuth. Aus Thüringen war das AWO – Kinderheim Burgk vertreten.

Verena Fiur, Erzieherin und Heilpädagogin, hielt als Gruppenleitung der ‚Acht-Sterne-Gruppe` den Einführungsvortrag. Sehr anschaulich brachte sie die Dinge auf den Punkt. Die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung alltäglich zu begleiten, die pädagogische Arbeit einzubinden in Mahlzeiten, Wäschewaschen, Schulbesuch und Freizeitgestaltung. Sie ging ein auf die besonderen Anforderungen, auf ungewöhnliche Arbeitszeiten und auf die hohe Verantwortung, die in der Jugendhilfe von den Mitarbeitern erwartet wird. In einer Wohngruppe zusammen zu leben, erfordere auch gesellschaftliche Beteiligung, z. B. Kontaktpflege mit der Nachbarschaft, Teilhabe in Vereinen und bei öffentlichen Veranstaltungen. Das Konfliktpotenzial, das durch die Verschiedenartigkeit der jugendlichen Bewohner und ihren bisherigen Lebenserfahrungen tritt, muss wahrgenommen werden; Lösungen müssen gemeinsam erarbeitet werden. So werden Erzieherinnen und Erziehern vor die Herausforderung gestellt, sich selbst und ihre Haltung ständig zu überprüfen.

In der Fragerunde nach dem Vortrag von Verena Fiur wurde deutlich, dass es gerade dieses Arbeitsfeld ist, über das viele falsche Vorstellungen und sogar unhaltbare Gerüchte im Umlauf sind. Dazu konnte im Anschluss gleich Klarheit geschaffen werden.

Nach der Messe luden die stellvertretende Schulleiterin Lis Wilzcek und die für die Messe verantwortliche Lehrkraft Diplom-Sozialpädagogin Nanne Wienands zum Erfahrungsaustausch der Aussteller. Sehr differenziert besprachen die Aussteller ihre Erfahrungen an den Informationsständen und man war schnell dabei, die vierte Messe dieser Art vorzubesprechen.

Der Dank der Schulleitung ging an die Teilnehmer der Messe, an die begleitenden Lehrkräfte und an die interessierten Studierenden gleichermaßen. Gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher sind seit Jahren so gesucht wie nie zuvor. Fast täglich bekommt die Hofer Fachakademie Anfragen von großen Arbeitgebern des sozialen Bereichs aus dem gesamten Bundesgebiet, die dringend Fachpersonal im pädagogischen Bereich suchen. Die Messe soll die Kontakte fördern zwischen Absolventen der Fachakademie und einem Arbeitsfeld, in dem mit besonderem Verantwortungsbewusstsein gearbeitet wird, und für das auch besondere Kenntnisse und Fähigkeiten erforderlich sind.

In vielen Gruppen gehts schon multikulturell zu, eine weitere Herausforderung, dazu hatte das Kinderheim St. Vincent aus Regensburg Filme mitgebracht!

Finnischer Besuch in Hof

Viele unterschiedliche Eindrücke nahmen Sirpa Hyttinen und  Johanna Pirhonen mit nach Hause, als sie sich kürzlich nach fast drei Wochen in Hof wieder auf den Heimweg ins finnische Joensuu machten.
Drei Wochen sind eine lange Zeit, um die Stadt und ihre sozialen Einrichtungen kennen zu lernen. Sirpa und Johanna betonten beim Abschlussgespräch in der Hofer Fachakademie für Sozialpädagogik, dass sie die Hofer als sehr aufgeschlossen und freundlich erlebt hatten. Auch wenn die Verständigung zum größten Teil in englischer Sprache erfolgte, fand man immer Ansprechpartner und Hilfe in der fremden Stadt. "Wir hatten schon so viel gehört von Hof," meinte Sirpa, "aber diese Vielfalt und Gastfreundschaft hat uns doch überrascht!" Sirpa ist Studentin an der HUMAK - Schule in Joensuu und arbeitet für die  4H-Organisation in Ilamantsi. Sie interessiert sich sehr für die sozialpädagogische Arbeit in Deutschland und für multikulturelle Jugendarbeit.; Johanna macht hauptberuflich Jugendarbeit in Finnland und ist ebenfalls sehr an multikultureller Arbeit interessiert.

Nicht von ungefähr hatte dieser Besuch, der im Rahmen der Städtepartnerschaft Hof  - Joensuu mit Hilfe des Stadtjugendrings Hof organisiert worden war, unterschiedliche sozialpädagogische Arbeit zum Mittelpunkt. Die HUMAK-Schule in Joensuu ermöglicht das Studium der Jugend- und Bürgerarbeit und nennt sich "Humanistische Fachhochschule". Der Abschluss "Gemeinschafts-pädagoge (FH)" ist dem einer deutschen Fachhochschule für Soziale Arbeit vergleichbar.

Die beiden Frauen besuchten verschiedene soziale Einrichtungen, so z. B. das Jugendzentrum Q in Hof, die EJSA, den Treffpunkt Familie am Schellenberg und das Berufsbildungswerk am Hofer Südring. Mit drei Wochen Zeit im Reisegepäck war es natürlich auch möglich, hospitierend in den Einrichtungen dabei zu sein. So verbrachten sie mehrere Stunden in der Hofer Sophienschule
und bekamen durch Schulleiter Hendrik Schödel einen intensiven Einblick in die differenzierte Arbeit an dieser Grundschule.

Auch in der Fachakademie für Sozialpädagogik an der Hofer Mozartstraße waren sie gern gesehene Gäste und konnten jederzeit an unterschiedlichen Unterrichtsstunden teilnehmen. "Ein toller Platz zum Lernen mit einer sehr guten Atmosphäre," schwärmten sie. Sie seien von den Studierenden und von den Dozenten wie alte Freunde aufgenommen worden und der Abschied falle
ihnen schwer. Auf Einladung von Diplom-Sozialpädagogen (FH) Werner Köppel nahmen sie an einem zweitägigen erlebnispädagogischen Seminar in Schwarzenbach am Wald teil. Diese Art, im Team zu lernen und aktiv gemeinsame Erfahrungen zu machen, war ihnen nicht fremd. Die Verbindung mit gruppenpädagogischen Grundlagen und einem großen Teil an partnerschaftlichen Entscheidungsfindungen fanden sie sehr spannend. Bei vielen Übungen war die Sprache gar nicht so wichtig; eine Beobachtung, die in der multikulturellen Arbeit ein Phänomen darstellt. Auch in der HUMAK-Schule in Joensuu wird diese Methode des Lernens angewandt.

Viele Gespräche bezogen sich daher auf den Vergleich der Ausbildungsstrukturen im sozialen Bereich in Finnland und Deutschland.
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch einer Theaterprobe des Jugendtheaters Hof beim Stück "Gleiswechsel". Im Gespräch mit Theaterpädagogin Claudia Wagner zeigten sich Sirpa und Johanna tief beeindruckt von dem ernsten Engagement, mit dem sich die jungen Laienschauspieler gegen Rechtsextremismus einsetzen.

Auch in der Fachakademie für Sozialpädagogik hatten sie dieses Anliegen erkannt: die Fachakademie ist Teil der Aktion "Schule gegen Rassismus, Schule mit Courage". Das Projekt "HALT" befasst sich mit der Begleitung alkoholvergifteter Kinder und Jugendlicher. Sirpa und Johanna hatten viele Fragen dazu und bekamen bereitwillig von allen Beteiligten Auskunft: im Sana-Klinikum, in der Beratungsstelle und von den Studierenden der Hofer Fachakademie, die ganz konkret mit den Betroffenen arbeiten.
Auch das Jugendamt und der Stadtjugendring waren Teil des Besuchsprogramms und stellten ihre Arbeitsbereiche vor; etwa die Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen, die Schülertreffs und die Ferienangebote.
Überrascht zeigten sich die beiden Finninnen beim Besuch der Galerie im Haus Theresienstein, in der am vergangenen Mittwoch u. a. eine Ausstellung finnischer Künstler eröffnet worden war. Bei der Vernissage hörten sie viele heimatliche Klänge; waren doch einige Hofer Sprachkundige und Landsleute aus Finnland anwesend. Hier trafen sie auch Oberbürgermeister Harald Fichtner wieder, von dem sie auch offiziell in der Stadt Hof begrüßt worden waren.

Beim Abschlussgespräch in der Fachakademie waren sich die finnischen Besucherinnen gemeinsam mit Schulleiter Pfarrer Achim Schäfer, der stellvertretenden Schulleiterin Elisabeth Wilczek, Dozent Werner Köppel, dem Leiter des Jugendzentrums Q, Stefan Hofmann, Praxisdozentin Heike Vogel und der Studierende Carolin Höllrich aus der Klasse O1 einig, dass die
zurückliegenden Wochen für alle gewinnbringend und sehr interessant waren. "Sogar unsere freie Zeit war immer mit Stadtbummel und dem Besuch bei Freunden reichlich gefüllt," meinten Sirpa und Johanna. Und einige Studierende der Fachakademie haben durch diesen Besuch großes Interesse an einem Praktikum in Finnland bekommen.

Gewohnt haben Sirpa und Johanna übrigens in der Hofer Jugendherberge, die mit behinderten Mitarbeitern von der Integra betrieben wird: mitten drin also im sozialen Leben der Stadt Hof! Ihr Dank für die schöne und erfahrungsreiche Zeit in Hof aber galt in erster Linie Werner Köppel; er
hatte den gesamten Aufenthalt koordiniert und begleitet.

Julia Gollwitzer, Carina Sirtl, Carolin Höllrich, Johanna Pirhonen, Sirpa Hyttinen, Philipp Zeitler und Andrea Dörsch beim Abschied
Das HALT - Projekt

Studierende unserer Fachakademie für Sozialpädagogik sind an diesem Projekt beteiligt. Unter HALT-Projekt kann man alles Wissenswerte über das Präventionsprojekt "Hart am Limit" erfahren. Unsere Fachakademie arbeitet mit dem Sana-Klinikum und der Diakonie Hochfranken Hand in Hand.

Im Jahr 2009 wurden 21 Jugendliche, fünf von ihnen sogar unter 14 Jahren alt, mit hohen Promille-Werten ins Hofer Sana-Klinikum eingeliefert. Im Jahr 2008 waren es sogar 44 junge Menschen. Noch bevor der junge Patient oder die junge Patientin das Klinikum in nüchternem Zustand verlässt, findet eine Kontaktaufnahme durch unsere angehenden Erzieherinnen oder Erzieher statt. Auch mit den Eltern wird das Gespräch gesucht.

Tageszeitung Frankenpost
Die medinzinische Versorgung und Beratung obliegt Dr. Rolf Ponader
Die sozialpädagogische Anleitung der Studierenden übernimmt Werner Köppel, die psychologische Betreuung obliegt Axel Höme
Lesementoren von der Fachakademie

Seit Oktober 2008 gibt es an unserer Fachakademie eine Gruppe von 15 Lesementorinnen. 

In Zusammenarbeit mit dem Verein „Mentor-Lesespaß Hof e.V.“ betreut jede unserer Lesementorinnen ein Schuljahr lang einen Schüler oder eine Schülerin der Eichendorffschule bzw. der Hofecker Schule. Mit diesen meist leseschwachen Schülern aus der zweiten bis sechsten Klasse wird einmal wöchentlich in einer eins-zu-eins-Betreuung gelesen. Dabei geht es nicht um ein Lesetraining im engeren Sinn, sondern vielmehr darum, Lesehemmungen abzubauen und die Lust und Freude am Lesen zu wecken.

Die Studierenden der Fachakademie berichten sehr positiv von diesen Lesestunden, da die Kinder diese Einzelförderung sehr genießen und die Möglichkeit mit einem einzelnen Kind intensiver zu arbeiten und es kennen zu lernen sonst kaum in der Erzieherausbildung gegeben ist. Auch die Lehrer der beiden Grund- und Hauptschulen berichten von großen Fortschritten der betroffenen Kinder.

Die Lesementoren der Fachakademie können mit dieser übernommenen Aufgabe zum einen das Projekt-Praktikum im Oberkurs ableisten, zum anderen belegen sie damit eine Übung, die Einblicke in die Themen „Lesekompetenz“, „Methoden der Leseförderung“ und „Kinder- und Jugendliteratur“ gibt.

Wir würden uns freuen, wenn sich auch im nächsten Schuljahr wieder viele Studierenden des Oberkurses für das Projekt „Lesementoren“ entscheiden würden.

Wenn Sie als Studierende/r oder als Außenstehender nähere Informationen möchten, wenden Sie sich bitte an Frau Klier.

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Wir sind "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Als erste Schule in Stadt und Landkreis Hof, als erste Schule unseres Trägers, der Diakonie Neuendettelsau und als erste Schule der Evangelischen Schulstiftung in Bayern haben wir diesen Status erreicht. Dass wir so viele "erste" waren, war uns garnicht bewusst, als wir uns entschlossen, uns an dieser Aktion zu beteiligen. Wir sind insgesamt die 40. Schule in Bayern, die sich so nennen darf "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Jetzt sind wir sehr stolz, die Bedingungen zu erfüllen. Am wichtigsten ist es uns jetzt natürlich, diesen Titel im Großen und im Kleinen mit Leben zu erfüllen. Nicht nur große Veranstaltungen und Ereignisse sollen "ohne Rassismus und mit Courage" gelebt werden, sondern auch all die kleinen Begegnungen im Alltag. Ob in der Schule, in Praxisstellen, im Alltag, in der Familie, in der Freizeit oder auch in Situationen, die wir nur beobachten, sollte unsere Aufmerksamkeit und Courage denjenigen gelten, die Rassismus zu spüren bekommen. Rassismus als Ausgrenzung, als Verächtlichmachung, als Herabwürdigung - hier setzt pädagogische Vorbildhaltung an.

Die Feierstunde am 2. April 2008 war durch die Anwesenheit aller sieben Klassen, die an diesem Tag Unterricht hatten, und durch den Besuch zahlreicher Ehrengäste ein beeindruckendes Ereignis für unsere Schule.

Ganz besonders haben wir uns gefreut über die Worte von Frau Doris Weber. Als ehemalige Schulleiterin unserer Schule und als Zeitzeugin u. a. bei der Vernichtung der Hofer Synagoge bei der Reichspogromnacht ist Frau Weber für uns mehr als unsere Schirmherrin für die Aktion

"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Der Beweis
Unser Schulleiter, Pfarrer Achim Schäfer, begrüßte die Gäste und führte durch das Programm
Herzlichen Dank an Astrid Döberlein, Lis Wilczek, Klaus Weisheit und Werner Köppel für die musikalische Umrahmung der Feierstunde
auch an die Trommler
Besucherinnen aus Finnland, Titta Veijanen und Eija Westerman aus Joensuu
Dr. Khasani, vertrat Rabbi David Goldberg, Aytunc Kilincsoy, der Vorsitzenden des Deutsch-Türkischen Freundschaftskreises
Julian Reichel aus der Projektgruppe erklärte eine kleine Powerpointpräsentation, bei der unsere Aktionen der Gruppe deutlich wurden.
Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner bei seinem Grußwort
Pfarrer Matthias Hartmann, komm. Abteilungsdirektor für Jugend und Schule der Diakonie Neuendettelsau
Pfarrer Erwin Meister, er ist Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Schulstiftung
Ganz besonders haben wir uns gefreut über die Worte von Frau Doris Weber
Unser Pate, Dekanatsjugendreferent Wolfgang Hasch aus Naila
Am Ende der Feierstunde überreicht uns Frau Stefanie Frische aus Würzburg von der dortigen Koordinationsstelle das Schild, das zukünftig unsere Schule zieren wird.
 
Spracherwerbsprozess für Kinder mit Migrationshintergrund

Bedeutung und Funktion der bildhaft-präverbalen Mitteilungsart im Spracherwerbsprozess für Kinder mit Migrationshintergrund

Was verbirgt sich hinter diesem Titel?

Natürlich etwas ganz Besonderes. Ein Forschungsprojekt, das betreut wird von Dr. Fatma Herrmann und Kunsterzieher Horst-Martin Herrmann. Studierende aus dem Oberkurs 1, Schuljahr 2008/09, arbeiten im Kunstunterricht und im Verlauf eines Flexiblen Angebots daran.

Gearbeitet wird mit einer multi-ethnischen Kindergartengruppe der Kindertagesstätte St. Konrad aus Hof. Dort und in der Fachakademie werden ästhetische Praxisangebote in Ableitung von zeitgenössischer Kunst initiiert, durchgeführt , beobachtet und dokumentiert. Der Zeitrahmen erstreckt sich von November 2008 bis Juni 2009.

Die Untersuchung stellt zwei Fragen:

Die erste Frage heißt "Kann die zeitgenössische Kunst der geeignete Gegenstand sein, die Interaktion zwischen Kindern unterschiedlicher ethnischer Herkunft fördern?" Die zweite Frage ist "Welchen Beitrag kann die bildhaft präverbale Mitteilungsart dazu leisten?"

Ziel der Arbeit ist, eine Handlungsebene zu finden, die dem Kind erlaubt sich als Selbst in den Gruppenprozess einzubringen und wechselseitig zu kommunizieren und zu interagieren, und zwar angeregt von eigenen ästhetischen Gestaltungen und nicht von sprachlich bestimmten Anlässen.

Eine wichtige Rolle spielen dabei Erkenntnisse der Hirnforschung, die besagen, dass Sprachkompetenz nicht ausschlaggebend dafür ist, sich in kognitive Schemata der jeweils anderen Gruppenmitglieder hinein zu versetzen. Bildnerische Ausdrucksweisen zeigen deutlicher, dass die Befindlichkeiten und Sehnsüchte gleich seien. In diesem Bereich können ohne Defizitzuweisungen Artikulations- und Ausdrucksfähigkeiten wechselseitig entwickelt werden. Die Untersuchung geht also der Frage nach, inwieweit sich das Sprachvermögen von "Migrantenkindern" erweitert, wenn nicht die Sprache, sondern die Kunst im Focus steht.

Wir warten mit Spannung auf das Ergebnis dieser Arbeitsgruppe, das - wenn es zu realisieren ist - in Buchform veröffentlicht werden soll.

Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci - ein Projekt zur künstlerisch-technischen Erziehung

Bildungsprojekt im elementar-pädagogischen Bereich
im Rahmen des Engagements des Rotary Clubs Hof-Bayerisches Vogtland

Kurzbeschreibung des Projektes

1. Hintergrund

Technik gehört zur Lebenswelt der Kinder – sie wird genutzt. Wie intensiv setzen sich aber Kinder damit auseinander, wie etwas funktioniert? Im Wirtschaftsstandort Deutschland ist es besonders wichtig, den Kindern eine aufgeschlossene und positive Einstellung gegenüber natur-wissenschaftlichen Bereichen zu vermitteln.

Kinder haben im Vorschulalter und in den ersten Grundschuljahren Interesse an technischen Dingen; dabei spielt es keine Rolle, ob sie Jungen oder Mädchen sind. Es ist wohl die Erziehung, die Jungen im Bereich der handwerklichen Tätigkeiten fördert und Mädchen eher von diesem „männlichen“ Aufgabenbereich ausschließt.

Es gilt, dieses Rollenklischee aufzuheben und auch Mädchen in ihrem Interesse an Handwerk und Technik zu unterstützen.

2. Zielgruppe

Kindergruppe in einer Kindertagesstätte (Kindergartenbereich)

3. Vorgehen

„Mittelalter trifft Zukunft" Leonardo da Vinci lebte in einer Zeit, in der es für Naturphänomene noch keine Erklärungen gab. Sein Leben und seine Arbeit zeichneten sich durch Experimentierfreude, kindlichen Wissensdurst und Phantasie aus. So wie Leonardo da Vinci gehen Kinder mit Neugier und Offenheit an das Leben heran. Dieses Projekt soll daran anknüpfen.

4. Zielsetzungen

  • Kinder wissen etwas über Leonardo da Vinci (sein Leben, seine Arbeit, seine Vorstellungen)
  • Kinder begegnen der Technik unvoreingenommen und gehen mit ihr phantasievoll und kreativ um
  • Kinder entwickeln Phantasiemaschinen
  • Die Kinder kennen verschiedene (neue) Materialien und setzten sie für ihre Zwecke ein
  • Kinder sammeln Erfahrungen mit der technischen Umwelt
  • Die Kinder können im Team ihre Ideen einbringen, weiterentwickeln und gemeinsam umsetzen

5. Kooperationspartner

  • Förderer:
  • Rotary Club Hof-Bayerisches Vogtland
  • Praxisort:
  • Abenteuer-Kindertagesstätte der Kirchengemeinde St. Johannes, Birkenweg 12, Hof (Tel. 09281/41610)
    Ansprechpartnerin: Frau Gabriela Lares, Einrichtungsleiterin

6. Projektverantwortliche

  • Verantwortliche Lehrkräfte:
  • Herr Horst Herrmann, Dozent für das Fach „Kunst- und Werkerziehung“
    Herr Heinz Heckmann, Dozent für das Fach „Mathematisch-naturwissenschaftlicheErziehung“
  • Studierende (angehende Erzieher/innen) an der Fachakademie für Sozialpädagogik im 2. Studienjahr (9 Studierende)
  • Mitarbeit: ErzieherInnen der Kindertagesstätte der Kirchengemeinde St. Johannes,

7. Zeitlicher Verlauf

  • Vorbereitungsphase in der Fachakademie:           Oktober – Dezember 08
  • Realisierung und Umsetzung des Projekts:           Januar - Februar 09
  • Erstellung der Dokumentation der Ergebnisse:     März  - April 09

8. Finanzieller Bedarf / Aufwand

Beschaffung von Materialien und Anschaffung von Werkzeugen im Rahmen des Budgets, das zur Verfügung gestellt werden kann.

9. Evaluation

Ein Abschlußbericht dokumentiert die Ergebnisse und enthält eine Reflexion der Studierenden-Gruppe.

10. Nachhaltigkeit

  • Die Phantasiemaschinen bleiben als Spielmaterial in der Kindertagesstätte und können von den Kindern weitergebaut werden – neue Themen können sich entwickeln (z. B. Elektrizität usw.)
  • Die angeschafften Materialien und Werkzeuge verbleiben zum weiteren Einsatz in der Ein-richtung
  • Das Projekt kann die erfahrenen Mitarbeiterinnen im St. Johannes-Kindergarten zu weiterführenden  Ideen anregen
  • Die Studierenden der Fachakademie setzten sich als angehende Erzieher/innen intensiv mit der Thematik auseinander (theoretisch, praktisch, reflektierend)

11. Ausbildungskontext an der Fachakademie für Sozialpädagogik

  • Diese Projektaufgabe wird als Angebot im Bereich der Übungen, von denen die Studierenden im Verlauf ihrer Ausbildung sechs belegen müssen) ausgeschrieben
  • Die Studierenden entscheiden sich aus eigenem Interesse für dieses Übungsangebot
  • Der anzurechnende Stundenumfang beträgt 40 Schulstunden (das Engagement der Studierenden und der Lehrkräfte wird aber darüber hinausgehen)
  • Die Arbeit der Studierenden ist in Projektform organisiert
  • Das Besondere an diesem Projekt ist die fachübergreifende Arbeit der beiden Fächer „Kunst- / Werkerziehung“ und  „Mathematisch-naturwissenschaftliche Erziehung“ aus dem Fächerkanon der ErzieherInnen-Ausbildung.<!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]-->

(Pfr. Achim Schäfer)
Studiendirektor i. K.
Leiter der Fachakademien

Anne Frank: Erinnern für die Zukunft

Anne Frank - Erinnern für die Zukunft trägt.
Im Wickelraum des Bürgerzentrums haben die Studierenden das Zimmer nachgebaut, in dem sich die 1929 in Frankfurt/Main geborene und im Alter von vier Jahren mit ihren jüdischen Eltern in die Niederlande geflüchtete Anne Frank von 1942 bis zu ihrer Entdeckung im August 1944 vor den nationalsozialistischen Häschern versteckt hielt. Im März 1945 starb Anne Frank im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Aus Lautsprechern sind Texte aus ihrem berühmten Tagebuch zu hören, das dort auf einem Tischchen liegt. Aufrüttelnde Texte wie einmal werden wir doch wieder Menschen und nicht nur Juden sein. Aufrüttelnd auch das von Anne Goldkorn aus Hof vorgetragene jiddische Klagelied Papirossen und die Gebete für den Frieden sowie Verständigung unter den Religionen, die Rabbi David Goldberg, Hodscha Refik Demirel, Kaplan Holger Fiedler und Pfarrer Achim Schäfer sprachen.
Herman Biehler, Horst-Martin Herrmann, Karin Prix

Die Hofer Fachakademie für Sozialpädagogik beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem Phänomen rechter Gewalt. In Zusammenarbeit mit dem Erzbischöflichen Jugendamt in Hof haben 29 Studierende der Fachakademie unter Mitwirkung ihrer Lehrer Herman Biehler, Horst-Martin Herrmann und Karin Prix eine Ausstellung über Anne Frank zusammengestellt, die im Bürgerzentrum Hof im Herbst 2001 zu sehen war.

Daran zu erinnern, was während des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte an Schrecklichem geschehen ist, das ist der Schule wichtig, betonte Schulleiterin Gertraud Barthel bei der Eröffnung der Ausstellung, die deshalb den Titel.