Donnerstag 13.12.18
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Sozialpädagogisches Seminar - Abschlussfeier 2015/16

"Kennen Sie Kängurus?" fragte Diplompädagogin Karin Unger, die verantwortlich zeichnet für die Organisation des Sozialpädagogischen Seminars an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Hof. Dieses ein- bzw. zweijährige Seminar bereitet auf die Erzieherausbildung vor, und endet mit dem Abschluss der Kinderpflegerin / des Kinderpflegers. Die jungen Teilnehmer arbeiten ein- bzw. zwei Jahre in einer Praxisstelle und besuchen einmal wöchentlich den Unterricht an der Hofer Fachakademie.

"Was haben Kängurus mit unserer Abschlussfeier zu tun?" fragte Karin Unger weiter. Fast 300 Studierende und Gäste waren gespannt. "Sie lehren uns Resilienz, das heißt psychische Widerstandsfähigkeit um Krisen bewältigen zu können und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Wenn wir uns innerlich stark fühlen, dann können wir Herausforderungen und Belastungen erfolgreich meistern."

Hilfreich sind dabei insbesondere sieben Qualitäten, damit wir stark und flexibel zugleich durchs Leben gehen können und dabei können wir viel vom Känguru lernen, führte Karin Unger aus:

  • Akzeptanz -
    Mit unabänderlichem müssen wir uns abfinden. Vorbei ist vorbei.

  • Optimismus und Selbstwirksamkeit -
    Das Känguruh stellt für sich immer einen Zustand des Wohlbehagens her, der ihm hilft kraftvoll und flexibel auf seine Umwelt zu reagieren.

  • Eigenverantwortung -
    Ausgewachsene Kängurus haben ein ausgezeichnetes Riech- Seh- und Hörvermögen, so dass sie ihr Umfeld höchst sensibel und genau wahrnehmen können. Auch für uns Menschen ist die Wahrnehmung unserer Umwelt eine wichtige Überlebensstrategie.
  • Netzwerk-Orientierung -
    Kängurus leben in Rudeln zusammen und haben einen guten Kontakt zueinander. Auch wir Menschen sind soziale Wesen, die Nähe, Kontakt und Unterstützung brauchen. 

  • Lösungsorientierung und Zukunftsorientierung -
    Kängurus haben sich im Laufe der Evolution hervorragend an ihr Lebensumfeld angepasst und spezielle Fähigkeiten entwickelt, die Ihnen das Überleben sichern. Wir Menschen haben diese Fähigkeiten auch. Wir können uns unterschiedlichen Lebensräumen und Situationen anpassen. Wir haben vielfältige Möglichkeiten zur Lebensgestaltung und können immer wieder neu wählen. Zuerst aber müssen wir uns darüber klar werden, was wir wirklich wollen. Wovon wir weg und wo wir hin möchten.

"Wir brauchen ein Ziel, und ich gehe davon aus, dass für alle Erzieherpraktikanten das Ziel ist, gute Erzieherinnen und Erzieher zu werden." Mit diesen motivierenden Worten empfing Karin Unger die angehenden Erzieherinnen und Erzieher zur Abschlussfeier. Dorothee Schorsch, die vor drei Jahren genau diese Erzieherinnenausbildung in Hof abgeschlossen hat und nun einen der jungen Erzieherpraktikanten ein Jahr lang in der Praxis angeleitet hat, war als Vertreterin der Praxisstellen eingeladen und sah ihre heutige Rolle aus vier verschiedenen Perspektiven: als ehemalige Studierende, als Anleitung, als Erzieherin und als Mutter. Aus diesem reichen Fundus schöpfte sie die Beispiele, anhand der sie den jungen Menschen gute Ratschläge mitgab. "Verwenden Sie ihr Fachwissen, entwickeln Sie pädagogische Haltung, sammeln Sie Erfahrungen und halten Sie sich an Prinzipien!" Dass Kinder nicht zu erziehen sind, weil sie einem sowieso alles nachmachen, konnte Dorothee Schorsch gut dem eigenen Lernen am Kind zuordnen: "Wir lernen an ihnen, wie wir sind. Wir schaffen den Rahmen für ihre Entwicklung und müssen unser Herz offenhalten und unvoreingenommen sein!"

Nachdem alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sozialpädagogischen Seminars ihre Zeugnisse erhalten hatten, wurden sowohl aus dem ein-, als auch aus dem zweijährigen SPS die besten Absolventinnen ausgezeichnet. Dies waren mit der Note 1,2 Sandra Hauenstein aus Mistelgau, der Note 1,3 Annalena Roth aus Schwarzenbach/Saale und dem Durchschnitt von 1,4 Julia Bernhardt aus Kemnath. Im zweijährigen SPS erreichten besonders gute Noten Stefanie Schuberth aus Hof mit 1,22, die Note 1,33 hatten sich Sophia Gräbner aus Engelmannsreuth erarbeitet und Michelle Bayreuther aus Rehau.

Jeder Kurs nahm auf eigene Art Abschied von den Dozenten. Mit Lieder, Bildern, Blumen, Geschenken und Worten bedankten sich alle bei ihren Kursleitungen und Lehrern und da alle Teilnehmer die Prüfung zur Kinderpflegerin/zum Kinderpfleger bestanden hatten, freuten sich auch alle auf ein Wiedersehen im nächsten Schuljahr: als Unterkurs in der Erzieherausbildung.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Astrid Döberlein am Keyboard, Eberhardt Brachtel an der Gitarre, Julia Trömer mit der Geige und Tabea Kather mit der Querflöte. Und wie bei jeder Feier in der Fachakademie war es auch diesmal so, dass sich eine ganz funktional eingerichtete Sporthalle mit den ersten Klängen der Musik in einen Raum mit einer feierlichen Atmosphäre verwandelt, mit erwartungsfrohen und festlich gekleideten Gästen. Das Schlusslied "Möge die Straße uns zusammenführen..." klang noch lange nach.

Abschlussveranstaltung des Sozialpädagogischen Seminars

"Fast alle Ziele erreicht!"

Jazzig – feierlich begann die Abschlussveranstaltung des Sozialpädagogischen Seminars an der Hofer Fachakademie für Sozialpädagogik. „Wayfaring Stranger“, ein amerikanisches Traditional ließen Astrid Döberlein am Keyboard  und Lis Wilczek am Saxophon die über 200 Absolventen und Gäste hören.

Als Stranger, als Fremde waren die jungen Menschen vor einem bzw. vor zwei Jahren an die Fachakademie gekommen, als Freunde konnten sie nun den Jahresabschluss, einige sogar einen Berufsabschluss feiern. Ausbildungsleiterin Karin Unger ging in ihrer Ansprache auf die Persönlichkeitsentwicklung ein. Das Bild von dem Kind, das lernt, auf einem Seil zu balancieren, dazu Hilfestellung braucht und am Ende doch allein und mit kleinen Kunststücken auf dem Seil laufen kann, veranschaulichte ihr Anliegen.

"Sich persönlich zu entwickeln," so führte Karin Unger aus, " bedeutet, dass wir als Menschen stärker und robuster werden, dass wir mit den Schwierigkeiten des Lebens flexibel umgehen lernen, dass wir offener werden und auf eine gute Art selbständig. Es bedeutet auch, dass wir Krisen und Probleme bewältigen können, und uns selbst immer besser kennen lernen und verstehen."

"Mit kleinen Schritten kann das jeder bewältigen", meinte sie. Sie wies darauf hin, dass man während einer Ausbildung seine eigenen Stärken gut wahrnehmen lernt und sie ausbauen kann, dass man sich neue Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen kann. „Es kommt auch darauf an,“ betonte sie, „dass Probleme aktiv angegangen und bewältigt werden.“ Eine klare Kommunikation ist dabei hilfreich, auch die Kunst, Grenzen zu setzen und Nein-Sagen zu lernen, ist in jedem pädagogischen Arbeitsfeld erforderlich.

Dass ein Pädagoge nie fertig ist mit seiner Arbeit, dass immer noch Wünsche offen bleiben, und dass man sich oft damit zufrieden geben muss, einen Samen gepflanzt zu haben – diesen Schlussgedanken gab sie den jungen Menschen mit auf den Weg. Auf den Weg? Drei Klassen gehen weiter in die Erzieherinnen- bzw. Erzieherausbildung an der Fachakademie. Zwei Klassen, die Unterkurse des Sozialpädagogischen Seminars, wechseln in den Oberkurs.

Die Abschlussleistungen waren durchwegs erfreulich, so dass der Leiter der Hofer Fachakademien, Pfarrer Achim Schäfer, alle Absolventen des Jahrgangs 2010/11 herzlich beglückwünschte. Besonders geehrt wurden die Jahrgangsbesten der neuen Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger des zweijährigen Sozialpädagogischen Seminars.
Laura Friedberger aus Hof, Karin Hopperdietzel aus Immenreuth und Christina Neubing aus Emtmannsberg  glänzten mit einem Notendurchschnitt von 1,44, Nicola Roßmeisl aus Schwarzenbach/Saale mit einem Notendurchschnitt von 1,55. Eine Eins vor dem Komma hatten außerdem Nicola Jahn aus Marktleugast, Madeleine Jung aus Emtmannsberg, Nina Mühleisen aus Selb, Elisa Pretzsch aus Weißenstadt, Franziska Schramm aus Selb und Sarah Weise aus Waldsassen.

Bei den Absolventinnen und Absolventen aus dem einjährigen Sozialpädagogischen Seminar erreichte die Jahrgangsbeste Hannah Petersen aus Bayreuth den hervorragenden Notendurchschnitt von 1,1; Julia Schneider aus Naila  erreichte 1,3 und Eva Wolf aus Rehau hatte den Durchschnitt von 1,4.

In den Unterkursen des Sozialpädagogischen Seminars freuten sich Lisa Döring aus Hof und Annika Schlecht aus Köditz über den Notenschnitt 1,5; Jennifer Schlicht aus Pullenreuth und Robin Rheinstädtler aus Bayreuth über den Durchschnitt von 1,62 .

Franziska Brzuske, Franz Schnabel und Felix Reißig war es gelungen, die Kinderpflegeprüfung freiwillig nach nur einem Jahr Ausbildungszeit zu bestehen. Auch dafür gab es Glückwünsche und Geschenke. Blumen gab es für die Klassenleitung im einjährigen Sozialpädagogischen Seminar, Diplompädagogin Rita Krause.
Die jungen Menschen, die fast alle in Begleitung von Freunden und Angehörigen gekommen waren, spürten neben aller Freude auch den Ernst dieser Stunde. Sie konnten ihre erste berufliche Ausbildung beschließen, die ihnen jetzt das Tor öffnet zum eigentlichen Ziel: dem Beruf der Erzieherin bzw. des Erziehers. Die Nähe von Ernsthaftigkeit und Freude kam auch in den Beiträgen der Klassen zum Vorschein.

Die beiden Oberkurse nahmen mit einer Gefühlspyramide und einem lustigen Spiel mit selbst hergestellten Strumpfmasken Abschied von ihren Klassenleiterinnen Franziska Förster und Nina Hagemann.

Die Klasse des einjährigen Sozialpädagogischen Seminars – hier kommen die Teilnehmer mit anderen Zugangsvoraussetzungen an die Fachakademie für Sozialpädagogik – hatte sich einen recht frechen und individuellen Rückblick ausgedacht, der professionell dargeboten wurde und auch die morgendliche Parkplatzsuche nicht ausließ. Auch die beiden Unterkursklassen zeigten viel kreative Spielfreude und bedankten sich bei ihren Klassenleiterinnen Claudia Weber und Franziska Förster mit Blumen. Irische Segenswünsche begleiten alle, und dann? Letzte Frage: „Wann geht’s weiter?“ Dienstag, 13. September, 9 Uhr.

Wie habt ihr euch durch die Ausbildung gestrickt?

Ein wieder gefundenes altes Strickzeug und ein Gedicht von Kristiane Allert-Wybranietz war die Grundlage der Abschlussansprache von Ausbildungsleiterin Diplompädagogin Karin Unger vor den Absolventinnen und Absolventen des Sozialpädagogischen Seminars. Das Gedicht handelt von der Ähnlichkeit einer Strickarbeit mit dem richtigen Leben. 

„Reine Handarbeit – Wir stricken unser Leben?“

Karin Unger begrüßte die festlich gekleideten und festlich gestimmten Studierenden aus dem Sozialpädagogischen Seminar; die Unterkurse 1 und 2, die Oberkurse 1 und 2, welche die Abschlussprüfung zur Kinderpflegerin bzw. zum Kinderpfleger geschafft hatten, und die Absolventen des Einjährigen Sozialpädagogischen Seminars.

Beim Stricken wählt man ein Muster. Ist es kompliziert? Mit hohen Ansprüchen? Ist es unkompliziert, leicht zu bewältigen? Ist es ein ganz einfaches, weil man sich nicht sicher ist, ob man die Herausforderung bewältigen kann? Auch die Farbe des Strickwerkes liegt in der Entscheidung des Handelnden. Welche Erfahrungen macht man – beim Stricken und im Leben? Die Auseinandersetzung mit Krisen und Einsichten, das Erleben von Grenzen und Anerkennung – fliegt das Strickzeug in die Ecke oder bleibt man beharrlich dabei?

Auch die Qualität und Farbe der Wolle ist von Bedeutung, so wie im Leben: Praxisstellen und Praxisanleiter  wurden gewechselt, Teamarbeit wurde von einigen Studierenden als Herausforderung erlebt und die Berichtshefte und Klausuren forderten Zeit, Mühe und Konzentration. „Am Ende der Ausbildungsabschnitte halten Sie nun Fäden und Nadeln in der Hand,“ meinte Karin Unger. „Und es ist gleichzeitig auch ein Neubeginn. Stricken Sie weiter. Das Leben hält für jeden ein ganz persönliches Muster bereit!“ Das Gedicht ließ aber auch nicht unerwähnt, dass man ein Strickzeug „aufribbeln“ kann – das Leben dagegen nicht.

Jede Klasse wurde auf die Bühne gebeten; alle Studierenden bekamen ihre Zeugnisse, Klassenfotos und den Jahresbericht der Fachakademie für Sozialpädagogik. Die jeweils Jahrgangsbesten wurden mit Präsenten geehrt, und die Klassensprecher bedankten sich mit Blumen und Süßigkeiten bei ihren Klassenleitungen Franziska Förster, Rita Krause, Nina Hagemann und Claudia Weber.

Jahrgangsbeste waren im Einjährigen SPS Laura Friedmann mit der Note 1,1 und Nicole Dannat und Stefanie Parys mit der Note 1,2. Im SPS Unterkurs wurden Franziska Schramm für die Note 1,5 und Karin Hopperdietzel, Christina Neubing und Elisa Pretzsch für die Note 1,63 geehrt.

Im Oberkurs des SPS bekamen die begehrten Präsente neun Studierende mit der „1“ vor dem Komma: Note 1,44 Anja Metzger und Julia Schleicher, Note 1,55 hatte Anna-Katharina Kaiser, Note 1,66 Kristin Urbanczyk, Note 1,77 Anne Stier und Martin Grabowski, und für die Note 1,88 Corinna Friedel, Maria Hanselka und Christina Meister.

Einen krönenden Abschluss bildeten die musikalischen Darbietungen der einzelnen Klassen, die – wie Fachakademieleiter Pfarrer Achim Schäfer betonte – erkennen ließen, welche Talente und Begabungen in den jungen Menschen verborgen sind. Auch ein Theatermärchen, angelehnt an die Geschichte vom Aschenputtel, wurde gezeigt; im D-Zug-Tempo ging es durchs Märchen; das Publikum jubelte vor Vergnügen.

Die gesamte Feier wurde von Musikpädagogin Astrid Döberlein, der stellvertretenden Schulleiterin Lis Wilczek und wechselnden Studierenden musikalisch gestaltet. Eingangs spielte Astrid Döberlein, Keyboard, mit Nadine Gleich an der Geige „Amazing Grace“; beide schufen damit eine sehr festliche Stimmung. Später musizierten eine Reihe von Gitarrenspielern und Trommlern mit Richard Mai am Keyboard.

Gute Abschlüsse im Sozialpädagogischen Seminar

"Es ist geschafft" mit diesen Worten begann Diplompädagogin Karin Unger die Abschlussveranstaltung für das Sozialpädagogische Seminar. Geschafft ist für einige der insgesamt fast 150 anwesenden Studierenden das zweijährige Sozialpädagogische Seminar mit dem Abschluss als Kinderpflegerin oder Kinderpfleger. Für die Absolventen des einjährigen Sozialpädagogischen Seminars ist der Einstieg in die Erzieherausbildung geschafft und die Absolventen des ersten Jahres des Sozialpädagogischen Seminars haben die erste Hürde der gesamten Aubildung geschafft. Die Erleichterung und der Stolz über diesen Abschluss war deutlich zu spüren. Viele der jungen Leute waren festlich gekleidet, viele Eltern, Verwandte und Freunde waren zu dieser Feierstunde mitgekommen, die von Astrid Döberlein und Lis Wilczek musikalisch mit Saxofon und Keyboard eröffnet wurde.

Anschließend wurden alle Klassen mit ihren Klassleitungen auf die Bühne gerufen; jeder bekam sein Zeugnis und den Jahresbericht der Fachakademie. Besonders mit Buchgeschenken wurden folgende Studierende ausgezeichnet:

Im Oberkurs waren die Jahrgangsbesten Kathrin Sörgel mit einem Notendurchschnitt von 1,33,  Kristin Feitisch mit 1,44 sowie  Anna Albert und  Isabella Kern mit dem Durchschnitt 1,56. Im Unterkurs erreichten Julia Schleicher und Anna Katharina Kaiser einen Notendurchschnitt von 1,6. Im einjährigen Sozialpädgogischen Seminar erreichte Sarah Böttger die Traumnote 1,1, Lisa Eidloth 1,22 und Nina Schneider 1,33. Lisa Eidloth und Anja Kanther konnten sich außerdem über den erfolgreichen Abschluss als Kinderpflegerin freuen - im einjährigen Sozialpädagogischen Seminar ist die Teilnahme an dieser Prüfung freiwillig.

Dorothee Schorsch bedankte sich im Namen der Studierenden für die Ausbildung. Gerade sie - sie hatte während ihrer Ausbildungszeit in Baby bekommen - spürte sehr deutlich die Andersartigkeit der Fachakademie im Vergleich zu anderen Schulen. "Es ging hier nicht nur um das Erlernen von Fakten," meinte sie, "man spürte auch das besondere individuelle Verhältnis zwischen Dozenten und Studierenden, und die stete Akzeptanz besonderer Lebensumstände."

Schließlich feierten alle Klassen mit einem kreativen Beitrag diesen Abschluss. "Oh happy day" sangen die Oberkurse; und die "Einjährigen" hatten das berühmte Lied "Let it be" witzig und auf die Ausbildung bezogen umgedichtet. Alle anderen Klassen hatten sich etwas Lustiges für die Dozenten einfallen lassen, die sich nicht lange bitten ließen und die Feierstunde mit Wortwitz und Schlagfertigkeit bereicherten. So gab es am Ende für alle Blumen, Gratulationen von Schulleiter Pfarrer Achim Schäfer und einen gemeinsam gesungenen Kanon "Lobe den Herrn meine Seele, und seinen heiligen Namen. Was er dir Gutes getan hat, Seele vergiss es nicht, Amen."

Viele sind wir, doch EINS in Christus

Weltgebetstag der Frauen. Der größte internationale Gebetstag in jedem Jahr wurde auch bei uns an der Fachakademie mit einer Andacht begangen. Die SPS`ler aus dem einjährigen Seminar brachten uns heute das kleine und ferne Land Papua-Neuguina etwas näher. Mit ihren Dozentinnen Frau Krause und Frau Prix und mit musikalischer Unterstützung von Frau Döberlein hatten sie anschaulich vorbereitet, was uns die Frauen in Papua-Neuguinea zu sagen haben.

Minigolf im SPS

Was macht man, wenn das Wetter schlecht ist und die üblichen Minigolfplätze noch geschlossen sind? Unsere SPS`ler wussten einen Ausweg. Kurzerhand bauten sie mit ihrem Sportlehrer Klaus Weisheit (auch stellvertretender Schulleiter an der Hofer Fachakademie) einen Hallenminigolfparcour!

Planung
So können Psychologiebücher auch verwendet werden
So kann ein Turnhallenloch sinnvoll genutzt werden
Hoch konzentriert
So gehts!
 
Abschlussfeier für das SPS

Diese Geschichte spielte bei der Verabschiedung der SPS`ler eine große Rolle:

Die Mäusestrategie

Stellen wir uns ein Labyrinth vor. In dem Labyrinth wohnen die beiden Mäuse Schnüffel und Wusel und die beiden Zwerge Grübel und Knobel. Alle vier essen für ihr Leben gern Käse. Und dieser Käse befindet sich in einer kleinen Kammer im Labyrinth. Die vier kennen den Weg genau und gehen Tag für Tag in die Käsekammer, um ihren Hunger zu stillen.

Doch eines Tages – oh Schreck! – ist kein Käse mehr in der Käsekammer. Irgendwie hatte sich das ja abgezeichnet, denn die Vorräte waren in der letzten Zeit merklich zurückgegangen. Aber bis jetzt hatte es immer irgendwann Nachschub gegeben. Die vier hatten sich nie groß darum gekümmert, denn es war ja immer reichlich genug Käse für alle vorhanden gewesen. “Seltsam”, bemerkte Knobel. “Was mag das wohl zu bedeuten haben?” Die Mäuse Schnüffel und Wusel zuckten nur mit ihren Mäuseschultern, zogen sich ihre Laufschuhe an – und weg waren sie.

“Dumme Mäuse”, schimpfte Grübel. “Sobald kein Käse mehr da ist, laufen die einfach weiter, ohne groß nachzudenken.” Die Zwerge Grübel und Knobel hingegen versanken in tiefe Nachdenklichkeit, was das wohl alles zu bedeuten habe. All die Jahre hatte es immer Käse gegeben und jetzt nichts mehr. “Vielleicht will man uns auf die Probe stellen”, überlegte Knobel. “Vielleicht wollen die herausfinden, wie treu wir bei unserer Käsekammer bleiben”, ergänzte Grübel. “Nein, nein, wir geben nicht so schnell auf”, sagte Knobel.

Doch auch am nächsten Tag war die Käsekammer leer. “Das finde ich jetzt nicht mehr lustig”, sagte Grübel gereizt. “Tag für Tag sind wir brav in die Käsekammer gekommen. Und mit einem Mal geben die uns einfach keinen Käse mehr. Das ist doch nicht in Ordnung!” Knobel gab ihm Recht. “Es gibt absolut keinen Grund uns keinen Käse mehr zu geben. Wir haben doch alles gemacht wie sonst auch. Wir haben uns überhaupt nicht verändert.” – “Wir haben einen Anspruch auf Käse”, ergänzte Grübel. Und mit großen Buchstaben schrieb er an die Wand der Käsekammer: “Wir fordern Käse.”

Auch am Tag darauf gab es keinen Käse in der Käsekammer. “Was machen wir nun?”, fragte Knobel. “Die lassen uns einfach verhungern”, keuchte Grübel. “Das ist doch ein Skandal.” – “Vielleicht gibt es ja irgend woanders Käse”, gab Knobel zu bedenken. “Du willst doch wohl nicht einfach so durchs Labyrinth laufen wie Schnüffel und Wusel?”, fragte Grübel “Ich bin froh, dass ich den Weg zur Käsekammer gefunden habe.” – “Es gibt aber keinen Käse mehr in der Käsekammer”, sagte Wusel. “Es gab aber immer Käse in der Käsekammer. Und es wird auch wieder Käse in der Käsekammer geben. Wir müssen nur etwas abwarten”, gab Grübel zu bedenken. “Du hast Angst, die Käsekammer zu verlassen, stimmt’s?”, fragte Knobel. Grübel nickte. “Was würdest du denn tun, wenn du keine Angst hättest?”, bohrte Knobel weiter. “Würdest du dann nicht die Käsekammer verlassen?” Grübel schüttelte den Kopf. “Warum nicht?” – “Weil es Käse nur in der Käsekammer gibt”, antwortete Grübel. Knobel schrieb unterdessen an die Wand. “Es gibt Käse außerhalb der Käsekammer.”

Als am nächsten Tag die Käsekammer immer noch leer war, fasste Knobel einen Entschluss: “Ich gehe den Käse suchen. Kommst du mit, Grübel?” Doch Grübel zitterte nur: “Das ist mir viel zu gefährlich. Im Labyrinth können wir uns so leicht verirren.” Knobel schüttelte den Kopf: “Es ist sicherer, selbst im Labyrinth zu suchen als hier ohne Käse zu ein.” – “Wer weiß”, sagte Grübel, “vielleicht kommt morgen schon wieder Käse.” – “Wenn ich zu lange darauf warte, dass die andern mir den Käse hinterher tragen, bin ich irgendwann zu schwach, um selbst danach zu suchen”, sagte Knobel bestimmt. Und damit verließ er die Käsekammer. Schon bei seinen ersten Schritten fühlte er sich leicht und frei. Er wusste, wenn es irgendwo in diesem Labyrinth Käse gab, dann musste er danach suchen. Eine ganz einfache Idee. Knobel fing an zu hüpfen und war neugierig auf die erste Kammer, die er finden würde.

Folgenden Pressebericht sandten wir an die Zeitungen:

Abschluss des Sozialpädagogischen Seminars oder "Die Mäusestrategie"

So schnell gehts, und schon ist ein Jahr vorbei. Die Studierenden der Hofer Fachakademie für Sozialpädagogik im Sozialpädagogischen Seminar spürten diese Schnelllebigkeit am eigenen Leib. Sowohl die Unterkurse, die das erste Jahr im Kindergarten verbracht hatten, als auch die sogenannten "Einjährigen" waren sich darüber einig, dass das Jahr doch gerade erst angefangen hatte? Auch die beiden Oberkursklassen, die in den letzten Tagen ihre Abschlussprüfungen zur Kinderpflegerin oder zum Kinderpfleger absolviert hatten, wunderten sich darüber, wie schnell die beiden Jahre Ausbildung vergangen waren.

Auch die für das Sozialpädagogische Seminar verantwortliche Lehrkraft, Diplompädagogin Karin Unger, blickte auf das letzte Jahr zurück.

Mit der Geschichte der "Mäusestrategie" bereitete sie die nunmehr angehenden Erzieherinnen und Erzieher auf die bevorstehenden Erfahrungen vor. Die Geschichte über die "Mäusestrategie" erzählt die verschiedenen Verhaltensweisen von zwei Mäusen und zwei Zwergen, die sich sehr verschieden verhalten, als plötzlich in ihrem Labyrinth kein Käse mehr zu finden ist. Flucht, Forscherdrang, Resignation und Hoffnung werden deutlich.

"Was ist wohl der Käse?" fragte sie und gab die Antworten gleich selbst. "Was für die Mäuse der Käse ist, ist für uns das Glück, oder das Ziel, das wir als nächstes erreichen möchten." Symbolisch wird der Käse mit einer immerwährenden Versorgung gleichgesetzt. Käse - das heißt - alles, was uns erstrebenswert erscheint, kann verschwinden. Er kann sich verändern, oder wir können seiner überdrüssig werden, meinte sie.  "Je schneller Sie alten Käse sausen lassen, desto eher können Sie neuen Käse genießen. Hängen Sie nicht an dem Satz `Das haben wir schon immer so gemacht oder `Das funktioniert nie`. Bleiben Sie geistig und körperlich in Bewegung, und suchen Sie neue Wege. Sie werden überrascht sein, wie viele Alternativen es gibt, wenn man sich von altem Ballast befreit," führte Karin Unger aus.

Von ihren Klassenleitern Susanne Blum, Franziska Förster, Nina Hagemann und Rita Krause bekamen alle Absolventen und Absolventinnen ihre Zeugnisse. Die Jahrgangsbesten erhielten Buchgeschenke: im Sozialpädagogischen Seminar im Unterkurs waren dies Kartrin Sörgel und Carina Foreman mit der Note 1,5 sowie Anika Rießbeck mit der Note 1,62. Bei den Einjährigen bekam Carolin Eichler für die Note 1,11 ein Buch und bei den fertigen Kinderpflegerinnen waren es Carolin Höllrich mit der Note 1,33, Susann Knüpfer mit der Note 1,44 und Carina Goldfuss mit der Note 1,55.

Die musikalische Umrahmung der Feierstunde hatten Anika Rießbeck an der Harfe und eine Gruppe Studierender mit ihrer Musiklehrerin Astrid Döberlein am Keyboard, der Gitarre und dem Schlaghocker übernommen. Anschließend gab es dann Beiträge der einzelnen Klassen, bei denen sich die Lehrkräfte oft wie in einem Spiegel sehen konnten. Entsprechend ihrem beruflichen Auftrag hatten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher sie sehr genau beobachtet und analysiert und sie bekamen dafür viel Beifall!

SPS- Lehrerkollegium
Mit diesem Lehrerkollegium wurde auch 2008 das SPS unterrichtet
Informationstag für das neue SPS

Schulleiter Pfarrer Achim Schäfer begrüßte gemeinsam mit den verantwortlichen Lehrkräften Karin Unger und Rita Kraus die vielen Interessenten, die bereits einen Schulplatz für das nächste Schuljahr an der Fachakademie haben. Sie waren z. T. mit ihren Eltern gekommen, um die vielen Informationen zu hören. Ganz eindringlich meinte Pfarrer Schäfer "Wir sind keine Schule im herkömmlichen Sinn. Wir verstehen uns als Begleiter von jungen erwachsenen Menschen, die eine Ausbildung machen. Diese Ausbildung kann nur gelingen, wenn SIE mitmachen!"

Blick in die mit über 150 Personen gefüllte Aula der Fachakademie
Besuch beim Erfahrungsfeld der Sinne in Nürnberg

Die ErzieherpraktikantInnen des Oberkurses entdeckten und erprobten zusammen mit ihren Lehrerinnen Frau Hagemann und Frau Unger das Erfahrungsfeld der Sinne in Nürnberg. Nach der Anreise mit der Deutschen Bahn und einem kurzen Fußmarsch zur Wöhrder Wiese erkundeten die ErzieherpraktikantInnen in kleinen Gruppen selbständig das Gelände mit den verschiedenen Wahrnehmungsstationen. Neben bewährten Stationen, wie den rotierenden Scheiben oder dem Barfußweg,  stand heuer das Schwerpunktthema "Erde" im Mittelpunkt.

Als Höhepunkt des Besuches erwies sich der Besuch des Hirsevogelbunkers. Im neuen Klangraum  mit Musik- und Klanginstrumenten unterschiedlicher Länder konnten unter fachkundiger Anleitung bekannte und fremde Klänge erzeugt, gespürt, gesehen und gehört werden.

Im Dunkelbereich sind blinde Menschen den Sehenden behilflich um sich zurechtzufinden. Dies ist eine Umkehrung der sonstigen Alltagssituation und für beide Seiten eine interessante Erfahrung.  Im Dunkelgang , einem völlig lichtlosen Raum, bekam das „Begreifen“ alltäglicher Gegenstände eine neue Qualität. Besonders begeistert zeigten sich die ErzieherpraktikantInnen vom Dunkelcafé.  Die Zeit verging wie im Flug. Mit neuen Erfahrungen und Erlebnissen machte sich die Gruppe am späten Nachmittag auf den Heimweg.

Besuch im Fröbelmuseum in Bad Blankenburg

Die Geschichte des Kindergartens erfuhren die Studierenden im Sozialpädagogischen Seminar sehr anschaulich in Bad Blankenburg im Fröbelmuseum

Praxisbesuch im Hort in Wirsberg
Dieses schöne, bunte Bild ist ein guter Einstieg in unsere neue Seite "SPS".