Donnerstag 13.12.18
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Kinderbehandlung nach gestalttherapeutischem Konzept

Fantasie ist ungeheuer wichtig für das Wachstum und die Entwicklung von Kindern. Sie hilft Kindern, Probleme zu meistern und besser zu lernen. In der Fantasie des Kindes spiegeln sich seine Gefühle, in die wir uns einfühlen, das Kind wirklich kennenlernen, es verstehen, ihm zuhören und es akzeptieren können.

Beispiel:

"Dieses Spiel heißt Tiere`. Wir wollen mit einer kleinen Maus beginnen und mal sehen, was wir zustande bringen. Wir stellen uns vor, dass irgendwo hier im Zimmer eine kleine Maus ist. Wo wollt ihr sie haben? Gut, lasst sie sich aufrichten und euch zuwinken. Nun soll sie grün werden. Verändert ihre Farbe wieder. Noch einmal. Lasst sie die Wand hinauflaufen. Lasst sie auf ihren Händen stehen. Lasst sie mit dem Kopf nach unten an der Decke sitzen. Dreht sie nach rechts und setzt sie in diese Ecke dort. Setzt eine andere Maus in diese andere Ecke dort. Setzt zwei weitere Mäuse dort in die beiden übriggebliebenen Ecken."

V. Oaklander "Gestalttherapie mit Kindern"  14. Auflage, Stuttgart: Klett-Cotta 2007

In dieser speziellen Übung wird das Handeln in der Kindertherapie am Beispiel des therapeutischen Prozesses nach Violett Oaklander verdeutlicht.
Fantasievolles Spielen, Malen, gelenkte Fantasiereisen, Tonen, Geschichten erzählen, Sandspiel, Puppenspiel, Pantomime, Hörspiele kommen auf der Basis der Theorie über Gestalttherapie in der Kindertherapie zum Einsatz.
Im Angebot werden exemplarisch Sequenzen aus dem Therapieprozess in der Arbeit mit Kindern als Selbstexperimente erlebt, theoretisch fundiert und durch Behandlungsbeispiele nachvollzogen.


(Hildegard Havenith)